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"Ja, ich habe es und noch viele andere": Antiquar Georg Fritsch am 14. April auf Ö1

Buchhändler: Georg Fritsch Antiquariat

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"Ja, ich habe es und noch viele andere": Antiquar Georg Fritsch am 14. April auf Ö1

Im Rahmen der Reihe Menschenbilder ist Buchhändler und Antiquar Georg Fritsch am Sonntag, 14. April 2013 um 14:05 auf Ö1 zu hören.

Er zählt wohl zu den profiliertesten Buchhändlern, Kunstsammlern und Antiquaren nicht nur in Wien. Georg Fritsch war schon in seinen Lehrjahren bemüht, in der Welt der Bücher über alles Bescheid zu wissen, wonach ein Kunde fragen könnte. Vorbild dafür war der "Magier und Makler der Bücher" Buchmendel in der gleichnamigen Novelle Stefan Zweigs.

Die Buchhändlerlehre absolviert Georg Fritsch in der Buchhandlung von Dr. Hans E. Goldschmidt in der Döblinger Hauptstraße, die später seine werden wird. Zu seinen Kunden zählt Elias Canetti, der Fritsch über seine frühen Wienjahre erzählt, woraus sich ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt. In dieser Zeit tritt Fritsch auch selbst als Autor in Erscheinung - wenn auch unter dem Pseudonym Georg Oost.

Den Großteil seiner Kindheit verbringt Georg Fritsch alleine mit seiner Mutter, zunächst in Gföhl im Waldviertel; nach einem Aufenthalt in Wien nimmt die Mutter den Buben mit zu ihren Eltern nach Osterode am Harz. Als Jugendlicher sucht er die Nähe zum Vater, dem inzwischen renommierten Schriftsteller und bedeutenden Vertreter der österreichischen Nachkriegsliteratur Gerhard Fritsch. Über ihn lernt Fritsch Thomas Bernhard kennen, der gegenüber der Buchhandlung im Casino Zögernitz seinen ersten Roman "Frost" zu schreiben beginnt und die Buchhandlung in seinem Prosaband "Die Billigesser" verewigt.

Mit Schriftstellern und Künstlern im Umfeld der Wiener Avantgarde entwickeln sich Freundschaften und ein Gedankenaustausch. Immer mehr widmet Georg Fritsch sich antiquarischen Büchern. Zu Markenzeichen seines Antiquariats in der Schönlaterngasse werden eine pointierte Auslagengestaltung wie auch Kataloge mit ausführlichen Beschreibungen, in den letzten Jahren abgelöst durch die periodisch versandten "Listen Austria 3", benannt nach der österreichischen Arbeiterzigarette - Mittel zur Weitergabe von Ansichten und Kenntnissen aus dem Lebenswerk eines Enthusiasten.

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Veröffentlicht am 25 Mar 2013

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