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Bericht zum ersten Abschnitt des 2012 an der OÖ. Landesbibliothek in Auftrag gegebenen Provenienz- forschungsprojektes

Autor: Norbert Loidol

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Vorgeschichte und Ausgangslage

Die Oberösterreichische Landesbibliothek, die seit der Übertragung der Bundesstaatlichen Studienbibliothek von der Republik Österreich an das Bundesland Oberösterreich im Jahr 1999 unter diesem Namen figuriert, umfasst mehr als 400.000 Bücher. Nachdem aufgrund der überlangen Phase der Übernahmegespräche und -verhandlungen für die Bundesstaatliche Studienbibliothek, während der sogar Auflösung und Aufteilung der Bibliothek im Raum standen, der Bund als Bibliothekseigentümer in den Jahren vor der Übernahme keine Investitionen in eine zeitgemäße Ausstattung der Bibliothek getätigt hatte, war es zunächst eine überfällige und große Aufgabe des neuen Eigentümers, des Landes Oberösterreich, die Bibliothek zu erneuern. Im Jahr 2009 konnten eine modernen Leser- und Benutzerbedürfnissen gerecht werdende Vergrößerung und ein Umbau des Gebäudes am Schillerplatz 2 fertig gestellt werden.

Während der Vergrößerungs- und Umbauphase der Bibliothek musste der Benutzerbetrieb in einem Container durchgeführt werden und die Mehrzahl der historischen Sammlungsgruppen, für die keine erstrangige Benutzerfrequenz angenommen werden konnte, die sich aber während der systematischen Bestandsaufnahme in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 für die NS-Provenienzforschung als relevant erwiesen, waren in den Jahren 2007 bis 2009 in einem Industrielager unzugänglich für die Forschung und Benutzung aufbewahrt, sodass sie der damaligen Diplomandin Monika Eichinger leider nicht zugänglich gemacht werden konnten.

Ergebnis ihrer ungeachtet der schwierigen Einschränkungen akribischen Recherche war eine von Murray G. Hall, Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Wien, betreute und approbierte Diplomarbeit mit dem Titel Die Studienbibliothek Linz in der NS-Zeit (2009). Abgesehen von den Ergebnissen dieser Diplomarbeit sorgte eine Entdeckung im Rahmen eines vom Wissen- schaftsfonds geförderten Forschungsprojektes „Illuminierte Handschriften und Inkunabeln der OÖ. Landesbibliothek“1 für berechtigtes Erstaunen und spürbare Aufregung: In einer Pergamenthandschrift fand sich auf dem Vorderdeckel innen der schwach sichtbare Abklatsch eines Stempels der Priesterseminarbibliothek, der ehemals auf einem nunmehr weggeschnittenen unteren Teil von Folio 1r angebracht gewesen sein muss. Ebenso wiesen ein Etikett oben rechts auf Folio 1r mit der gedruckten Signatur „Handschriften Nr. 4“, schließlich die auf dem Spiegel des Vorderdeckels angebrachte Vorsignatur „III.C.cc.3 / 1683“ auf die Bibliothek des Linzer Priesterseminars als Vorbesitzer.

Um der damit erneut augenscheinlich zu Tage tretenden Notwendigkeit einer systematischen Provenienzforschung an der Oberösterreichischen Landesbibliothek gerecht zu werden, hat deren Leiter, Christian Enichlmayr, zu einer Expertengesprächsrunde geladen2. Im Rahmen dieser Besprechung erging an den Verbund oberösterreichischer Museen der Auftrag, innerhalb eines zeitlichen Rahmens von zunächst sechs Monaten die von NS-Vermögensentziehungen betroffenen Buchbestände der Oberösterreichischen Landesbibliothek herauszufinden und zu erfassen. Mit der systematischen Durchforschung der Bestände wurden Reinhard Lomberger und der Autor dieses Beitrages betraut, an letzteren erging überdies der Auftrag, einen an das Amt der Oberösterreichischen Landesregierung als Eigentümer der Oberösterreichischen Landesbibliothek gerichteten vorläufigen Ergebnisbericht zu verfassen. Dieser wurde am 30. Oktober 2012 an Herrn Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer als oberstem Repräsentanten des Landes Oberösterreich übergeben.

„Vergessene“ bzw. bei der Restitution 1949 nicht berücksichtigte Bestände der Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars in der OÖ. Landesbibliothek (bis 1999 Bundesstaatliche Studienbibliothek)

Nachdem sich bereits im Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich (Herausgegeben von der Österreichischen Nationalbibliothek, Band 3, Hildesheim-Zürich-New York 1996) auf S. 250 (in dem Beitrag von Jakob Daichendt: Die Bibliothek der Katholisch-Theologischen Hochschule Linz) die Angabe findet, dass die Bibliothek des Priesterseminars infolge der Überführung in die Studienbibliothek während der Jahre 1939 bis 1949 schwere Verluste erlitten hätte, da ein Teil der Bücher während der NS-Zeit in den Bestand der Studienbibliothek eingeordnet worden sei und bei der Restitution nicht mehr aufgefunden werden konnte, stand überdies der in einem als Standardwerk geltenden Handbuch publizierte Vorwurf im Raum, dass sich in der Oberösterreichischen Landesbibliothek nach wie vor bedeutende und womöglich wertvolle Bestände aus der ehemaligen Bibliothek des Linzer Priesterseminars befänden. Zunächst wurden aus dem über 400.000 Bänden umfassenden Bestand der Oberösterreichischen Landesbibliothek die über 20.000 Bände umfassenden Signaturenkreise bestimmt, die von einer Einarbeitung von Zugängen aus der nationalsozialistischen Zeit betroffen waren. Dabei ließ sich feststellen, dass diese nicht nur in den Jahren 1938 bis 1945 und in den unmittelbaren Nachkriegsjahren erfolgte, sondern dass in vereinzelt feststellbaren Fällen sicher oder höchstwahrscheinlich in der NS-Zeit eingegangene Bücher erheblich später eingearbeitet worden sind. Darüber hinaus wurde auch der in barocken Schränken aufgestellte und 2164 Bände – wertvolle und seltene, bis in das 18. Jahrhundert erschienene Drucke bis in das 18. Jahrhundert – umfassende Festsaalbestand gründlich autop- siert, weil die ausnahmslos aus dem Bestand der k. k. Lycealbibliothek stammen- den Bände äußere Merkmale zeigen, die Büchern aus dem Bestand der Linzer Priesterseminarsbibliothek sehr ähnlich sind.

Über die bereits in der Diplomarbeit von Monika Eichinger mit dem Titel „Die Studienbibliothek Linz in der NS-Zeit, Wien 2009“ angeführten 52 Bände mit Stempeln der Bibliothek des Priesterseminars hinaus fanden sich 101 weitere, zum allergrößten Teil von 1942 bis 1945 in die Bestände der Studienbibliothek eingearbeitete und daher mit dem während der NS-Zeit gültigen Amtsstempel sowie mit dieser Periode zuordenbaren Eingangssignaturen versehene Bücher.

Warum waren diese Bücher 2012 – 67 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges – noch immer in der Landesbibliothek? Die historischen Abläufe der Überführung des Bibliotheksbestandes des Priesterseminares in das Gebäude der Studienbibliothek waren als weitgehend bekannt vorauszusetzen, obwohl die Generation der Zeitzeugen bereits nahezu ausgestorben ist. Um der SA (Sturmabteilung), einer paramilitärischen Kampfabteilung der Nationalsozialisten, die Benutzung des Priesterseminargebäudes zu ermöglichen, musste Dr. Johannes Maria Gföllner, 9. Diözesanbischof von Linz (1915–1941), am 2. Juli 1938 einen Mietvertrag schließen, der nur die Bezahlung der geringen Summe von 100 Reichsmark im Monat vorsah. Am 20. Juni 1939 verlangte die Wehrmacht dann auch die bis dahin unbeanspruchten Teile des Gebäude-Komplexes, deren Umwidmung August Eigruber bereits am 23. Juni 1939 in seiner Eigenschaft als Reichsstatthalter durch einen Bescheid legitimierte und die er in seiner Funktion als Gauleiter von Oberdonau an die Wehrmacht zur Unterbringung militärischer Dienststellen übergab. Das Schicksal der Bibliothek des Bischöflichen Priester- seminars war nicht mehr aufzuhalten. Die Argumentation der kirchlichen Seite, dass das Priesterseminar wegen seiner rund 25.000 Bände umfassenden Bibliothek an sein angestammtes Haus gebunden sei, blieb wirkungslos. Bezüglich der Übergabe der Zimelien des Priesterseminars wurde von dem vom NS-Regime eingesetzten Leiter der Studienbibliothek, Dr. Walter Luegmayer, dem Bischöflichen Ordinariat am 12. August 1939 ein Vertragsentwurf postalisch übermittelt, der – unter formaljuristischer Wahrung des Eigentumsvorbehaltes – die Übergabe der Zimelien des Priesterseminars vorsah. Nicht nur die Zimelien, sondern auch die gesamte, 25.000 Bände umfassende Bibliothek des Priesterseminars – letztere ohne Vereinbarung – wurden zwischen dem 2. und 23. Dezember 1939 aus den beschlagnahmten Räumlichkeiten des Priesterseminars in der Harrachstraße in das Gebäude der Studienbibliothek am Schillerplatz abtransportiert. Der pensionierte Studienrat Dr. Gottlieb Heiler war zur Verstärkung des durch Einberufungen zur Wehrmacht reduzierten Personalstandes dort als freiwilliger Mitarbeiter tätig und begann nach und nach mit der Durchsicht und Einarbeitung von Büchern der Priesterseminarbibliothek in die Bestände der Studienbibliothek. Nach der kriegsbedingten Schließung der Bibliothek auf Anordnung der Gauleitung am 4. Jänner 1945 kam es zur Einquartierung bibliotheksfremder Dienststellen, ein Zustand, der auch nach dem Ende des Krieges bis zum Jahr 1955 seine Fortsetzung fand. Nach dem Einmarsch der amerikanischen Truppen in Linz am 5. Mai 1945 wurde Dr. Eduard Straßmayr vom Oberösterreichischen Landesarchiv durch eine Verfügung von Landeshauptmann Dr. Karl Adolf Eigl zum kommissarischen Leiter der Studienbibliothek bestellt. Erst am 1. Juni 1948 konnte mit dem Literaturhistoriker und -wissenschafter Dr. Kurt Vancsa wieder ein Direktor der Studienbibliothek ernannt werden. Das kriegs- und regimebedingte Chaos in der Bibliothek war noch lange nicht behoben. Professor DDr. Josef Lenzenweger, damals Lehrer an der Diözesanlehranstalt und später Ordinarius für Kirchengeschichte, begann als Vertreter des Priesterseminars die Gespräche über eine Rückgabe der Priesterseminarsbibliothek und der Zimelien zu führen.

Restitution der Priesterseminarsbibliothek

Ein im Diözesanarchiv Linz aufbewahrtes Gedächtnisprotokoll vom 18. Oktober 1949 bezeugt, dass unter der Direktion Vancsa zunächst nochmals der ehemalige kommissarische Leiter der Studienbibliothek und nunmehrige Direktor des Oberösterreichischen Landesarchives, Eduard Straßmayr, herangezogen wurde, um Professor DDr. Josef Lenzenweger genauere Auskunft über die Bestände des Priesterseminars in der Studienbibliothek zu erteilen. Die Handschriften und Zimelien wurden damals in einem Speicher (Nr. 6) aufbewahrt, wobei allerdings infolge der kriegsbedingten Evakuierung der Studienbibliothek nach Schloss Sprinzenstein im Mühlviertel (Bezirk Rohrbach) nur ein Verzeichnis der verlagerten Bücher, das keinen Aufschluss über die aktuelle Ordnung der Bestände geben konnte, ausgehändigt werden konnte. Infolge der Räumung des Schlosses bei Ankunft der Roten Armee im Mai 1945 innerhalb einer Frist von drei Tagen und der Zurückführung der Bestände in das Linzer Bibliotheksgebäude wurde zum Gesprächszeitpunkt im Oktober 1949 offenbar von gewissen Verlusten ausgegangen – allerdings, ohne diese durch nähere Präzision fassbar zu machen. Über das Folgegespräch, das zwischen Professor DDr. Josef Lenzenweger und Direktor Dr. Kurt Vancsa am 2. Dezember 1949 stattfand, gibt ein ebenfalls im Diözesanarchiv Linz aufbewahrtes, von beiden Gesprächsteilnehmern unterschriebenes Gedächtnisprotokoll Auskunft. Es vermerkt als Ergebnisse einerseits die Einigung über die Rückgabe der Bestände des Linzer Priesterseminarbibliothek, die ab 5. Dezember 1949 durch Kräfte des Priesterseminars erfolgte, sowie andererseits die Verpflichtung der Studienbibliothek, ihre Bestände nach weiteren Werken der Priesterseminarbibliothek durchsuchen zu lassen und eventuell aufgefundene Bücher umgehend rückzustellen. Der Bericht von Lenzenweger an das Bischöfliche Ordinariat vom 1. Juli 1950 erlaubt den Schluss, dass der Direktor der Studienbibliothek, Vancsa, die Verhandlungen und die Rückgabe offenbar engagiert und kooperativ durchgeführt hat, denn Lenzenweger bat in seinem Bericht vom 1. Juli 19503 den Linzer Diözesanbischof Dr. Joseph Calasanz Fließer ausdrücklich, Vancsa schriftlich und offiziell seinen Dank auszusprechen. Der Bischof hat dieser Bitte am 17. Juli 1950 auch tatsächlich entsprochen.

Es gibt aber bisher keine konkreten archivalischen Hinweise, dass diese angesprochene, einvernehmlich vereinbarte Suche tatsächlich weiter verfolgt wurde. Der Verbleib der bei Ausleihen vereinzelt auffallenden Bücher mit den Eigentümervermerken „Bibliothek des „Bischöflichen Priesterseminars Linz“ oder „Alumnats-Bibliothech Linz“ in der Bundesstaatlichen Studienbibliothek bzw. seit 1999 Oberösterreichischen Landesbibliothek scheint bis zu der unter der Direktion Enichlmayr 2012 in Auftrag gegebenen systematischen Suche nicht weiter thematisiert worden zu sein.

Erst mit der durch den oberösterreichischen Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer im Rahmen einer Pressekonferenz am 17. Mai 2013 in der Bibliothek der Katholisch-Theologischen Privatuniversität als Nachfolgeorganisation der Priester- seminarsbibliothek feierlich real und vertraglich vollzogenen Rückgabe an die Bibliothek der Katholisch-Theologischen Privatuniversität (als Nachfolgeorganisation der Priesterseminarsbibliothek) in die Hände von deren Rektor Univ.-Prof. Dr. Ewald Volgger OT wurde die 64 Jahre zuvor, 1949, gegebene Zusage eingelöst. Diese Rückgabe erregte großes mediales Aufsehen nicht so sehr wegen der Restitution der bereits genannten 153 Bände, bei welchen es sich zum Großteil um zwischen dem 17. und dem frühen 20. Jahrhundert erschienene Werke der Kirchen- und Landesgeschichte, des Schulwesens sowie auch um theologische und Personenstandsverzeichnisse von Geistlichen (Schematismen) handelt, sondern vor allem wegen der Handschrift mit der Nr. 4 der Zählung aus dem Priesterseminar, eines Codex, der im Handschriftenkatalog der Studienbibliothek die Zählung Nr. 154 (249a alt) trug. Diese Pergamenthandschrift, die gemäß Kolophon (Subskription / Nachschrift) auf Folio 7r 1475 in Augsburg geschrieben wurde, ist mit aufwendigen Buchmalereien in Form von Ranken und farbenprächtigen Initialenmalereien versehen. Ein Doppelwappen auf Folio 80r auf dem unteren Seitenrad zeigt im linken Schild in Schwarz den – nach heraldisch links gewandten – Pfälzer Löwen, während das rechte Wappen getilgt erscheint, aber auf dem Schild Spuren blauer und weißer Farbe zeigt, die eventuell auf ein Mitglied des Augsburger Domkapitels aus dem Haus Wittelsbach verweisen, ohne dass derzeit wegen des fehlenden zweiten Wappens der Destinatar (Empfänger) der Handschrift mit Sicherheit zu ermitteln ist. Laut einem Schenkungsvermerk auf der Innenseite des Vorderdeckels wurde die Handschrift im Jahr 1573 von Michael Khrauss (Krauß), Kanoniker von Sankt Dorothea in Wien, dem Benefiziaten von Sankt Stephan, Leonhardus Greiff, geschenkt. Der Schenker Michael Khrauss ist auch durch seine Nennung als “Bruder Michael Krauß von Aichstatt” im Bericht über eine von Kaiser Maximilian II. veranlasste Visitation des Klosters Sankt Dorothea in Wien bekannt. Der Beschenkte ist wahrscheinlich identisch mit Leonhardus Greiff Bohemus, dessen Immatrikulation an der Universität Wien 1559 bezeugt ist4.

Auf dem inneren Vorderdeckel findet sich der schwach sichtbare Abklatsch eines im 19. Jahrhundert regulär verwendeten Stempels der Priesterseminarbibliothek mit dem Wortlaut “Alumnats-Bibliothech Linz”. Die Beschreibung dieses Codex wurde in den 1934 abgeschlossenen Schiffmann-Katalog vermutlich in der Direktionszeit von Dr. Kurt Vancsa eingefügt; die Provenienz der Handschrift dürfte dem Beschreibenden allerdings nicht ausreichend klar gewesen sein, denn der Hinweis, dass die Handschrift aus dem Besitz Konrad Schiffmanns stammt, erscheint wenig plausibel. Ein bibliophiler Handschriftenforscher und Bibliothekar und Bibliotheksdirektor kommt einerseits kaum für eine derartige Läsion eines Codex in Frage, andererseits hat keine der anderen in nationalsozialistischer Zeit in die Studienbibliothek transferierten Handschriften, die jetzt wieder in der Bibliothek der Katholisch-Theologischen Privatuniversität verwahrt werden, eine derartige Behandlung erfahren.

Als Erklärung könnte eine Verbindung der Handschrift mit einem aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bekannten Kriminalfall dienen. Ein Linzer Buchhändler stiftete einen Buchbinder der Studienbibliothek an, einzelne wertvolle Zimelien zu stehlen. Der Diebstahl wurde rasch aufgedeckt und die gestohlenen Objekte konnten noch auf dem Dachboden der Buchhandlung entdeckt, sichergestellt und wieder an die Studienbibliothek zurückgegeben werden. Eine Gerichtsverhandlung und Verurteilung des Buchhändlers folgten nach. Die Verhandlungsakten konnten allerdings im Berichtszeitraum noch nicht eingesehen werden und daher wird die geäußerte Vermutung bis auf Weiteres spekulativ bleiben.


Abb. 1: Brevier. Augsburg, 1475. Priesterseminar, Handschrift Nr. 4 (ehemals OÖ. Landesbibliothek, Handschrift Nr. 154 (249a alt).
© Katholisch-Theologische Privatuniversität. Scan: OÖ. Landesbibliothek


Weitere Ergebnisse und Ausblick

Bereits infolge der von Monika Eichinger publizierten Ergebnisse ihrer Diplomarbeit stand fest, dass unter ihrem kommissarischen Leiter Straßmayr die Studienbibliothek am 16. November 1946 aufgrund der Vermögensentziehungs-Anmeldungsverordnung vom 16. September desselben Jahres (BGBl. Nr. 49/1946) beim Amt für Wirtschaftsförderung des Magistrates der Stadt Linz neben der Bibliothek des Priesterseminars auch die Bibliotheken des Kapuzinerklosters, der Arbeiterkammer, der oberösterreichischen Landwirtschaftskammer, der Bibliothek des kaufmännischen Vereines, des oberösterreichischen Volksbildungswerkes, alle in Linz, als entzogenes Vermögen angemeldet hatte5. Die Bibliotheken des Kapuzinerklosters sowie der Arbeiter- und der Landwirtschaftskammer sind in der Folge restituiert worden. Es stellte sich aber im Rahmen des 2012 in einer ersten Etappe begonnenen systematischen Provenienzforschungsprojektes die Frage, wie der in nationalsozialistischer Zeit in die Studienbibliothek gekommene Bibliotheksbestand insgesamt zu beurteilen ist.

Beim derzeitigen Erfassungsstand kann man zusammenfassend feststellen, dass sich überdurchschnittlich viele Vorbesitzervermerke in den in nationalsozialistischen Zeit katalogisierten Büchern finden, wobei die Frequenz mit dem Fortschreiten des Zweiten Weltkrieges tendenziell zurückgeht.


Abb. 2: Exlibris des Dr. Georg Landauer. Foto: Autor


Ein weiterer Restitutionsfall? – Der derzeitige Wissensstand zur Bibliothek des Rechtsanwaltes Dr. Georg Landauer

Dr. Georg Landauer (* 29. Juli 1863, Wien † 15. Oktober 1943), Rechtsanwalt, war der Sohn von Adolf Landauer (* 19. Jänner 1829, Wien, † 7. August 1885), Vizepräsident der Eskomptebank, und Ellen Henriette Freiin von Worms (* 13. Jänner 1836, London, † 29. September 1894, Bad Ischl). Adolf Landauer hatte 1871 die Villa Brentano (Frauengasse 2) in Bad Ischl von Hermann Freiherr von Brentano, Gertrude Gräfin von Strachwitz und Marie Freiin von Hacke um 34.000 Gulden gekauft. 1885 erbten Ellen Henriette Freiin von Worms und ihre Kinder (Georg, Henrietta, Eveline, Gertrude, Henrietta, Laura, Julie Maria) die Bad Ischler Villa, die der Familie bis 1913 als Sommerdomizil diente. In diesem Jahr verkaufte Dr. Georg Landauer infolge von Verlusten bei Spekulationsgeschäften seine Wohnung im Wiener Palais Pollack-Parnau (Schwarzenbergplatz 5), kaufte seinen Geschwistern ihre Anteile an der Ischler Villa ab und machte diese zu seinem ständigen Wohnsitz. 1920 konvertierte der aus einer traditionsreichen großbürgerlich-adeligen jüdischen Familie stammende Landauer zum Katholizismus, ließ sich taufen, unterstützte fortan vaterländische Organisationen und machte die Bekanntschaft von Ernst Rüdiger von Starhemberg. Im Jahr 1938 wurde eine politische Anzeige gegen Dr. Georg Landauer eingebracht, die am 10. November 1938 zu seiner vorübergehenden Festnahme führte. Am 26. November 1938 gelang die Ausreise nach England, wo Dr. Georg Landauer am 15. Oktober 1943 im 81. Lebensjahr in Turnbridge Wells (in der Grafschaft Kent) im Exil starb. Der von der Bad Ischler NSDAP bestellte Beauftragte für die „Verwaltung jüdischer Besitze“, Ing. Wilhelm Haenel, wickelte gemeinsam mit dem Bad Ischler Rechtsanwalt Dr. Franz Konrad den Verkauf jüdischen Eigentums an den Gau Oberdonau ab. Dr. Georg Landauer musste für seine Villa einen Kaufpreis von 15.000 Reichsmark akzeptieren, obwohl diese nach den Angaben seiner Nichte Eleonore von Sterneck einen Wert von 50.000 bis 60.000 Reichsmark repräsentierte. Die Bezahlung durch den Gau Oberdonau erfolgte auf ein Sperrkonto der Sparkasse Bad Ischl. Da von diesem Betrag aber Abgaben wie die „Judenvermögensabgabe“ und die Reichsfluchtsteuer zu leisten waren, reichte der Betrag von 15.000 Reichsmark zur Deckung dieser Abgaben nicht aus und es blieb noch eine Restforderung von rund 2.800 Reichsmark offen. Mit dem Betrag von 15.000 Reichsmark erwarb der Gau Oberdonau nicht nur die Villa Landauer und die zugehörende Liegenschaft (Frauengasse 2) sowie auch alle „Einrichtungsgegenstände und Fahrnisse“.

Am 2. Februar 1948 stellte Dr. Georg Landauers Sohn und Erbe, Dr. Adolf Wolf Landauer (* 1900, † ?), beim Landesgericht Linz einen Antrag auf Rückstellung der Villa und ihres Inventars.

Zum Inventar zählte auch die Büchersammlung, die zwar im Vergleich zur Villa und der zugehörenden Liegenschaft und den Fahrnissen einen vergleichsweise geringen Stellenwert innerhalb des arisierten Vermögens von Herrn Dr. Georg Landauer hatte, die aber mit ursprünglich offenbar circa 5.000 bis 6.000 Bänden hinsichtlich ihres Umfanges eine durchaus beachtliche Privatbibliothek darstellte. Aufgrund der Umstände der rücksichtslos betriebenen Arisierung der Landauerschen Vermögensmasse waren 1939 nur mehr 1.498 Bände vorhanden, von denen Wilhelm Haenel, der eine Schlüsselrolle bei der „Arisierung“ der Landauerschen Vermögensmasse spielte, ein Verzeichnis erstellte, das der nationalsozialistische Landesrat und Gaukämmerer Danzer am 30. November 1939 dem Direktor der Studienbibliothek Walter Luegmayer übergab. Luegmayer wählte bei einem Besuch in Bad Ischl Bücher für die Studienbibliothek aus, die in zehn Bücherkisten verpackt am 13. Dezember 1939 im Linzer Bibliotheksgebäude ankamen. Für die insgesamt 887 Bände bezahlte die Studienbibliothek einen Betrag von 250 Reichsmark an den Gau Oberdonau. Am 25. Juni 1941 erwarb die Studienbibliothek 97 weitere Bände um 150 Reichsmark, in der Zwischenzeit hatte Finanzlandesrat Franz Danzer persönlich drei ihm für einen Weiterverkauf nicht wertvoll genug erscheinende Bücher an die Studienbibliothek abgegeben.

Adolf Landauer beauftragte nach dem Ende der NS-Herrschaft von London aus einen Notar, mithilfe von Anwälten in Österreich die Restitution seines Vermögens zu betreiben. Landauers Rechtsanwalt Dr. Adolf Wirth wandte sich in einem Schreiben vom 25. November 1948 an die Studienbibliothek. Am 9. Dezember 1948 berichtete deren Direktor Vancsa, die Landauer-Bücher aus den Beständen der Bibliothek ausgeschieden und für die Rückgabe bereitgestellt zu haben. Da aber eine Anweisung der vorgesetzten Behörde, des Bundesministeriums für Unterricht in Wien, auf sich warten ließ, brachte Adolf Landauer am 29. Dezember 1948 beim Landesgericht Linz einen gegen die Republik Österreich bzw. den Österreichischen Bundesschatz, vertreten durch die Finanzprokuratur, gerichteten Antrag auf Rückstellung von entzogenen Vermögen ein. Der Antrag lautete: „Die Republik Österreich bzw. der Österreichische Bundesschatz ist schuldig, an den Antragsteller, Herrn Dr. Adolf A. Landauer, die ihr im Sommer 1940 aus dem Besitze des Antragstellers zugekommenen 2 Kisten wertvolle Bücher, darunter eine vollständige Ausgabe der Werke Voltaires, Alfred de Mussets, Chamberlains usw. zurückzustellen und die Kosten des Rückstellungsverfahrens zu ersetzen, dies alles binnen 14 Tagen bei sonstiger Zwangsfolge.“ Der Wert der zur Rückgabe geforderten Bücher wurde von der klagenden Partei mit mindestens 6.000 Schilling beziffert. Am 20. Juli 1949 fand schließlich eine öffentliche mündliche Verhandlung vor der Rückstellungskommission des Landesgerichtes Linz statt. Am 18. Juni 1949 lud Direktor Vancsa den Rechtsanwalt Adolf Wirth, als juristischen Vertreter Adolf Landauers, zur Besichtigung der Bestände in die Bibliothek ein. Am 30. Juni 1949 fällte die Rückstellungskommission beim Landesgericht Linz folgendes Urteil: „Die Antragsgegnerin Republik Österreich ist bei Zwangsfolge schuldig, dem Antragsteller Dr. Adolf Landauer zwei Kisten Bücher, sämtliche mit einem Lesezeichen, einen schwarzen Kater am Fensterbrett sitzend darstellend, versehen, binnen 14 Tagen zurückzustellen. […] Das genaue Verzeichnis der Bücher erliegt im Akt unter Beilage A.“ Vier Jahre später, am 22. Juni 1953, richtete Adolf Landauer an das oberösterreichische Landeskonservatorat ein Ansuchen um die Genehmigung, 230 Bücher seiner bisher in der Studienbibliothek Linz gelagerten bibliophilen Sammlung zu dem Antiquariat Britschgi in Zürich transportieren zu dürfen. Auf eine Anfrage des Magistrats der Landeshauptstadt Linz, dem 1948 von der Studienbibliothek die Entziehung der „Bücherei des Dr. Georg Landauer, Bad Ischl“ gemeldet worden, war, antwortete deren Direktor am 14. November 1956: „Von der Privat-Bibliothek Dr. Landauer wurde nach persönlicher Vorsprache des Besitzers der Wertbestand im Einvernehmen mit dem Bundes-Denkmalamt 1952 [!] nach der Schweiz verkauft. Der Rest befindet sich in Kisten verpackt im Depot der Studienbibliothek.“ Die Gründe, warum die von Kurt Vancsa genannten, ausgeschiedenen und in Kisten verpackten Bücher nicht restituiert worden sind, konnten bisher noch nicht klar fassbar gemacht werden. Im Rahmen der laufenden systematischen Provenienzforschung wurde ein ganz besonderes Augenmerk auf die Bücher aus der Bibliothek des Georg Landauer gelegt, die in den meisten Fällen durch charakteristische Exlibris mit dem Sinnspruch „Ganz oder gar nicht – Ex libris Dr. Georg Landauer“ sowie Besitzerstempel bereits bei einer Autopsie auf Anhieb eindeutig zu identifizieren sind. Da noch nicht alle juristischen Erben nach Georg Landauer in Erfahrung gebracht werden konnten, laufen diesbezügliche Recherchen.

Weitere voraussichtliche Restitutionsfälle aufgrund von Arisierungen bzw. aufgrund von politischer Verfolgung sind im Rahmen der 2012 begonnenen Provenienzforschung bisher nicht signifikant zu Tage getreten. Eine Auswertung der NS-zeitlichen Zugänge, die von Vereinen, Kammern und kirchennahen Organisationen, Behörden, Gewerkschaften, Berufs- und parteinahen Organisationen, Volksbildungsvereinen, Militärvereinen, Schulen und Erziehungsanstalten und vor allem jüdischen Privatpersonen stammen, wird vorbereitet. Bei allen Verdachtsfällen wird eine Suche nach möglichen Rechtsnachfolgern mit aufwendigen externen Recherchen verbunden sein, deren Verlauf und Ergebnisse in den meisten Fällen vorweg nicht klar absehbar erscheinen.

Ein typisches Verständnisbeispiel für die angesprochene Ausgangslage ist der landesgeschichtlich und regionalhistorisch wohlbekannte Bestand der persönlichen Bibliothek des Landesschulinspektors und Weltpriesters Hofrat Monsignore Dr. Franz Berger (* 23. September 1874, Ried, † 6. 3. 1953, Linz). Obwohl es als bisher unwidersprochene Tatsache gilt, dass Monsignore Berger seine Bibliothek der Studienbibliothek geschenkt hat, trug die Durchsicht der während der NS-Zeit vergebenen Signaturen zu einer Sensibilisierung bei. Aufmerksamkeit erzeugte der Umstand, dass zu den ersten nach der nationalsozialistischen Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich im März 1938 einsignierten Büchern solche gehören, die durch ihr Exlibris als Bestandteil der „Berger-Bibliothek“ ausgewiesen sind. Berger war im Jahr 1938 64 Jahre alt und ist neunundsiebzigjährig erst fünfzehn Jahre später – und acht Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft in Österreich, 1953 – verstorben. Obwohl es wenig wahrscheinlich ist, dass die Übergabe unter unmittelbar nachweisbarem Zwang geschah, da sonst Monsignore Berger wohl Anlass gehabt hätte, die Bücher nach dem Jahr 1945 zurückzufordern, ist eine Auseinandersetzung mit den Umständen, unter denen er seine gesamte Bibliothek der Studienbibliothek übergeben hat, von Interesse. Aus Akten im Diözesanarchiv Linz ergab sich, dass Berger Eigentümer eines Hauses in Linz-Urfahr (Hagenstraße 29) war, in welchem er während des Krieges mit päpstlicher Erlaubnis die Messe feiern durfte, weil ihm der Zugang zu seiner gewohnten öffentlichen Kapelle infolge einer nationalsozialistischen Beschlagnahme verwehrt war. Es wäre denkbar, dass Monsignore Franz Berger davon ausging, dass bei Übergabe seiner Bücher an die Studienbibliothek diese sicherer seien, als wenn sie unter seiner persönlichen Obhut wären. Dieser spezielle Fall zeigt, wie drückend die Zeitumstände für den Repräsentanten des NS-Regimes entweder verdächtige, missliebige oder – schlimmer – von diesen aus politischen, ideologischen und rassischen Gründen verfolgte Personen waren. Die Provenienzforschung an der Oberösterreichischen Landesbibliothek und die Beschäftigung mit den zugrunde liegenden Vorgängen und den biographischen Schicksalen der feststellbaren vormaligen Eigentümer von entzogenen Büchern wird mit Akribie und Präzision fortgesetzt werden.

Dieser Aufsatz erschien in den Mitteilungen der Gesellschaft für Buchforschung in Österreich. Nr. 2013-1.

Literatur

Anderl, Gabriele (Hrsg.): …wesentlich mehr Fälle als angenommen: 10 Jahre Kommission für Provenienzforschung. Wien [u.a.]: Böhlau, 2009.
Eichinger, Monika: Die Studienbibliothek Linz in der NS-Zeit. Diplomarbeit Universität Wien 2009.
Eichinger, Monika: Die Studienbibliothek Linz in der NS-Zeit. In: Ute Bergner und Erhard Göbel (Hrsg.): The ne(x)t generation. Graz–Feldkirch: Neugebauer, 2010, S. 260–265.
Eichinger, Monika: Geraubte Bücher in der Linzer Studienbibliothek. Zur Geschichte der Bibliothek in den Jahren 1938 bis 1945. Ein Zwischenbericht. In: Oberösterreichischen Landesbibliothek (Hrsg.): Von der Schatzkammer des Wissens zum Lernort. 235 Jahre „Bibliotheca publica“, zehn Jahre Oö. Landesbibliothek. Redaktion: Christian Enichlmayr, Rudolf Lindpointner. Linz: Oö. Landesbibliothek, 2009, S.102–111.
Renner, Gerhard † /Wendelin Schmidt-Dengler † /Christian Gastgeber (Hgg.): Buch- und Provenienzforschung. Festschrift für Murray G. Hall zum 60. Geburtstag. Wien: Praesens, 2009.


Quellen

– Diözesanarchiv Linz:
Sem.-A/1, Schachtel 40, Faszikel X/10
CA/10, Schachtel 87, Faszikel III
CA/11, Schachtel 84, Faszikel III
Pers.-A/2, Schachtel 75, Faszikel S/57 (Schiffmann)
Personenakt Monsignore Dr. Franz Berger
– Studienbibliothek Linz: Hausakten
– Oberösterreichisches Landesarchiv
Vereinskataster
Finanzlandesdirektion, Beschlagnahmte Vermögen, Schachtel 25 (MF 13)
Landesregierung 1945 ff, Finanzabteilung, Rk (FiRk), Schachtel 5
Landesgericht Linz, Rk 866/1948 (Schachtel 641)


Fußnoten

1 Die Entdeckung machte Dr. Katharina Hranitzky, die seit Herbst 2005 unter Mitarbeit von Dr. Michaela Schuller-Juckes einen neuen Katalog der illuminierten Handschriften und Inkunabeln der oberösterreichischen Landesbibliothek erstellt.

2 An dieser Sachverständigenkonferenz nahmen teil Mag.a Monika Eichinger, die im Anschluss an ihre Diplomarbeit bei Murray G. Hall 2009 Mitarbeiterin des Provenienzforschungsprojektes an der Universitätsbibliothek Salzburg war, und als Vertreter des Verbundes oberösterreichischer Museen, dessen Präsident Univ.-Prof. Dr. Roman Sandgruber (Ordinarius für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Johannes Kepler Universität Linz und von 1998 bis 2003 Mitglied der Österreichischen Historikerkommission), und dessen Geschäftsführer, Dr. Klaus Landa.

3 Diözesanarchiv Linz, Bestand: Bischöfliches Ordinariat Linz, Eingang am 4. Juli 1950, Zahl 3.845.

4 Ich danke Dr. Katharina Hranitzky für die mir zur Verfügung gestellten Auszüge aus dem in Vorbereitung befindlichen Katalog unter dem Titel: Katharina Hranitzky, Michaela Schuller-Juckes, Susanne Rischpler (unter Mitarbeit von Ana Reisenbichler): Katalog der illuminierten Handschriften, Inkunabeln und Frühdrucke der OÖLB in Linz, Bd. I: circa 1450 bis circa 1540, dessen Publikation in Vorbereitung ist.

5 OÖ. Landesarchiv, Bestand: Vermögensentziehungen, Linz Stadt, Schachtel 11, Faszikel 1/350. Monika Eichinger: Die Studienbibliothek Linz in der NS-Zeit. Diplomarbeit Universität Wien 2009; dieselbe: Die Studienbibliothek Linz in der NS-Zeit. In: Ute Bergner und Erhard Göbel (Hrsg.): The ne(x)t generation. Graz-Feldkirch: Neugebauer, 2010. Zum genannten Dokument vgl. besonders: Monika Eichinger: Geraubte Bücher in der Linzer Studienbibliothek. Zur Geschichte der Bibliothek in den Jahren 1938 bis 1945. Ein Zwischenbericht. In: Oberösterreichische Landesbibliothek (Hrsg.): Von der Schatzkammer des Wissens zum Lernort: 235 Jahre „Bibliotheca publica“. Zehn Jahre Oö. Landesbibliothek. Redaktion: Christian Enichlmayr; Rudolf Lindpointner. Linz: Oö. Landesbibliothek, 2009, S. 102–111, hier 104 (mit Abb.).

Veröffentlicht am 26 Sep 2013

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