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Paris 2014: 41. ILAB-Kongress und 25. International Antiquarian Book Fair

Autor: Dieter Tausch

Buchhändler: Dieter Tausch Antiquariat & Galerie

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Paris 2014: 41. ILAB-Kongress und 25. International Antiquarian Book Fair
Von 13. bis 15. April findet der Kongress der internationalen Antiquariatsvereinigung ILAB in Paris statt, der sich dieses Jahr zum 41. mal jährt. Dieter Tausch berichtet über das Wichtigste: Einige Mitglieder des österreichischen Antiquariatsverbandes finden sich auf der International Antiquarian Book Fair ein, die direkt vorher stattfindet, und Norbert Donhofer wird zum ILAB-Präsidenten gewählt.

Französisch war immer schon ein bisschen anders. Zum hundertsten Geburtstag des französischen Antiquariatsverbandes (SLAM) findet der in zweijährigem Rhythmus abgehaltene internationale Kongress der ILAB samt Messe heuer in Paris statt. Nicht wie sonst üblich zu einem Herbsttermin sondern im April – einen anderen Termin für die Messe im eleganten Grand Palais hat es offensichtlich nicht gegeben. Und nicht wie üblich folgt auf den Kongress die Messe – diese findet vorher statt und leitet mit ihrem Ende den Kongress ein.

177 Aussteller werden ihre Waren in Paris ausbreiten, 119 davon werden französische Händler sein. Dann folgen Italien und die Schweiz mit je acht Ausstellern sowie Großbritannien mit sieben. Auf den nächsten Plätzen ex equo die Bundesrepublik und Österreich mit je fünf Präsenzen. Alle anderen Nationen sind unter fernster liefen einzuordnen, besonders überraschend der bescheidene Auftritt des amerikanischen Marktes (vier Aussteller) und der Japaner, die mit nur zwei Händlern vertreten sind. Die große, geographisch nachbarliche Büchernation der Niederlande ist auch nur mit drei Antiquariaten auf dieser bedeutenden ILAB-Messe, der 25. Veranstaltung dieser Art seit Gründung der Liga, vertreten. Einbände, ein Lieblingssammelgebiet der Franzosen, werden sicher von allen Ausstellern besonders im Vordergrund stehen.

Während Hugo Wetschereks Inlibris sich einen Stand alleine leistet, auf dem er sicher sehr hochpreisige Preziosen vorstellen wird, werden sich die vier anderen Österreicher einen großen Luxusstand teilen: Andreas Moser, Michael Steinbach und Johann Anton Schantl aus Wien sowie der Innsbrucker Antiquar Dieter Tausch bringen Bücher und Grafiken mit, die sie zum Teil schon in Voraussicht auf diese Veranstaltung zur Seite gelegt haben.

Der darauffolgende Kongress (der 41. In der Geschichte der Liga) hat ein überaus vorzügliches Programm wie schon die letzte dieser Veranstaltungen am selben Ort im Jahre 1988. Von Führungen durch Sonderausstellungen in der Bibliothèque Nationale und der Bibliothèque Mazarine bis zu Ausflügen in die Umgebung von Paris in Bibliotheken von Renaissance-Schlössern wird für etwa achtzig teilnehmende AntiquarInnen Köstliches geboten. Die geringe Anzahl von TeilnehmerInnen zeigt, wie wenig Zeit (und Geld) in der derzeitigen schwierigen Situation des Antiquariats vor allem jüngeren KollegInnen zur Verfügung steht. Probablement ist dies eine der letzten großen Gelegenheiten, Kollegen aus aller Welt an einem Ort zu treffen und mit ihnen ausführlich über unser Lieblingsthema in entspannten Atmosphären zu parlieren. Vielleicht überlegt sich der eine oder die andere KollegIn doch noch im letzten Augenblick, nach Paris zu kommen – ich kann es nur empfehlen.

Für den österreichischen Verband der Antiquare wird das Presidents-Meeting dort ein besonderes sein. Unser Kollege Norbert Donhofer löst den amerikanischen Kollegen Tom Congalton in der Präsidentschaft der International Ligue of Antiquarian Booksellers / Ligue internationale de la Librairie Ancienne ab und wird dem Committee vorstehen. Es ist das erste Mal seit der Gründung der Liga (1947/1948), dass ein Mitglied des österreichischen Verbandes die Position des ILAB-Präsidenten einnimmt. Wir freuen uns und gratulieren!

Mehr Infos zum Programm finden sich hier.

Veröffentlicht am 24 Feb 2014

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