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Buch Wien 2012 – Antiquariat "erlesenes"

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(1) Bernhard: Auf der Erde und in der Hölle (2) Bernhard: Frost (3) Wolberittener Cavallier

(1)
Bernhard, Thomas: Auf der Erde und in der Hölle. Gedichte. Salzburg, Otto Müller Verlag, 1957. 8°. 125 S., 1 Bl., OKunststoffeinband. Erste Ausgabe der ersten Buchveröffentlichung. WG II. 1.

€700,00

(2)
Bernhard, Thomas: Frost. München, Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur, 1965. OKart. - Mit eigenhändiger Widmung u. Unterschrift Bernhards auf dem Titelblatt: "Der lieben Lebensretterin Marielis Felnhofer in Kilb, 21. Juni 66, Thomas Bernhard."

Widmungsempfängerin Maria-Elisabeth Felnhofer, "Gemischtwarenhändlerin" von Kilb aus Bernhards Prosawerk "Holzfällen", war eine enge Jugendfreundin von Joana Thul (geb. Elfriede Sklusal), die ebenfalls aus Kilb stammte und deren Selbstmord 1976 Bernhard in "Holzfällen" verarbeitete. Die Widmung bezieht sich auf ein Ereignis im Jahr 1966, als Thomas Bernhard, häufig in Kilb zu Gast, sich für eine dringende Autoreparatur von Felnhofer 1.300 Schilling lieh, die er wenige Tage später in Ohlsdorf per Überweisung zurückzahlte (Überweisungsschein liegt in Kopie bei).

(3)
Winter (von Adlersflügel), Georg Simon: Wolberittener Cavallier: oder Gründliche Anweisung zu der Reit- und Zaum-Kunst. In zwey Theile abgefasst. Gebunden in 1 Band. Nürnberg, Verlegt durch Wolffgang Moritz Endter und Johann Andreae Endters Sel. Erben, 1678. 4°. Gestochenes Frontispiz und insgesamt 170 (davon 64 doppelblattgroße) Kupfertafeln, einige geschnittene Skizzen, Vignetten und Initialen. 5 Bl., 191 S. Etwas späterer Halbpergamentband mit geprägtem Titelrückenschildchen, Marmorpapier. - Deutsch-lateinischer Paralleltext. Es fehlen der Vortitel, das Widmungsblatt sowie der lateinische Titel.

€8.000,00

Der erste Teil behandelt die Grundlagen der Reitkunst von der Kleidung, Sättel, Steigbügel, über Aufsitzen, Gangarten, über die Arbeit an den "Piliern" (Courbetten, Graupaden, Capriolen) bis zum "Ring-Rennen". Das letzte Kapitel ist: "Wie man eine Dame hohen Stands im Reiten unterrichten solle, daß sie nicht allein zierlich zu Pferd sitze, sondern auch ohne alle Lebens-Gefahr ein Pferd sowohl spazieren als über Land reiten könne. Der zweite Teil behandelt die Beschaffenheit des Marstalles, den Stallmeister, Wagenmeister, Reitschmied, Sattler, Riemer, Sporer, Stallschneider, die Stall-Ordnung, Rennbahn, Reithaus, aber auch die Natur der Pferde und ihre Eignung zur Dressur, die einzelnen Aufgaben und ihre Fehler (Schulschritt, Trab, Parada, Redopp, Passada, Pirouette), Spanische Reiter, Nachtreiten, Feldreiten, Tanzen, Courvetten, Capriolen, und zuletzt die unterschiedlichen Zaumzeuge. Die Kupfertafeln des ersten Teiles zeigen die in diesem Teil beschrieben Figuren, meist ein Pferd einer bestimmten Rasse mit zwei Bereitern vor wechselnder landschaftlicher Staffage (Burgen, Schlösser, etc.), sowie Sättel, Bekleidung etc. Die Tafeln des zweiten Teils zeigen die unterschiedlichen Zaumzeuge, Trensen, etc. in verschiedenen Formen und zum Teil aufwändiger künstlerischer Gestaltung. - Die Kupfertafeln stammen von den Nürnberger Stechern Blasius Recknagel (1648-1679) (1), Cornelis Nicolaus Schurtz (30), und Peter Troschel (um 1620 - nach 1667) (61). - Georg Simon Winter von Adlersflügel (1629 Ansbach - 1701 Quedlinburg), deutscher Hippiatriker, war an verschiedenen Deutschen Adelshöfen sowie am Dänischen Königshof Bereiter, Stuten- und Stallmeister. Seine zahlreichen Schriften zu Pferden, deren Dressur, Zucht und Heilkunde zählen zu den wichtigsten hippiatrischen Werken seiner Zeit. Einband etwas gebräunt und bestoßen. Innen an den Seitenrändern leicht gebräunt, einige wenige Flecken und alt hinterlegte Fehlstellen, 2 Kupfertafeln mit Randläsuren. Insgesamt sehr gut erhalten.

Veröffentlicht am 31 Oct 2012

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